| Förderverein der Zentralstelle für Personen- und Familiengeschichte e. V. |
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Die Geschichte der Stiftung "Zentralstelle für Personen- und
Familiengeschichte - Institut für Genealogie" ist hier kurz dargestellt.
Zentralstelle für Personen‑ und Familiengeschichte Institut für Genealogie Geschäftsstelle, Leiter: Volkmar Leonhard An der Kreuzheck 15, D‑60529 Frankfurt/Main Von VOLKMAR LEONHARD
Die Zentralstelle wurde 1904 in Leipzig als "Zentralstelle für Deutsche Personen- und Familiengeschichte" von maßgeblichen Genealogen als Verein gegründet. Der Verein wurde 1934 in eine gemeinnützige Stiftung umgewandelt. In den vier Jahrzehnten nach ihrer Gründung entwickelte die Zentralstelle eine rege genealogische Tätigkeit, sie brachte eine größere Anzahl bedeutender Publikationen heraus, insbesondere die Familiengeschichtlichen Bibliographien.
Das Archiv befand sich in den Räumen der Deutschen Bibliothek in Leipzig. Die Zentralstelle arbeitete auch eng mit der 1921 gegründeten Forschungsstelle „Deutsche Ahnengemeinschaft e.V. Dresden“ zusammen, die die Ahnenstammkartei (ASTAKA) führte. Durch Kriegseinwirkung verlor die Zentralstelle einen Teil ihrer Bestände.
Im April 1950 beschlagnahmte die DDR‑Regierung das Vermögen und die Bestände der Zentralstelle und übertrug sie der "Volksbildungsstiftung Sachsen". Kurze Zeit später verlegte der letzte Vorsitzende des Verwaltungsrats Dr. Hans Breymann durch Satzungsänderung den Sitz der Stiftung nach West‑Berlin. Seitdem ist sie als Stiftung des privaten Rechts beim Justizsenator in Berlin mit "Zentralstelle für Personen‑ und Familiengeschichte ‑ Institut für Genealogie" eingetragen.
1961 gründete Dr. Heinz F. Friederichs in Frankfurt am Main als damaliger Vorsitzender der Stiftung in dem städtischen Gebäude "Bolongaropalast" in Frankfurt‑Höchst ein Archiv (keine Postadresse, kein Telefonanschluß), das ständig erweitert und mit wertvollem Material bereichert wurde. Friederichs entfaltete eine rege Publikationstätigkeit.
Vorsitzender der Stiftung ist seit 1990 Archivdirektor i. R. Dr. Hans J. Schenk, Lorsch, geschäftsführendes Vorstandsmitglied seit 01.01.2001 Rechtsanwalt Volkmar Leonhard in Frankfurt am Main.
Das Archiv umfaßt heute rd. 12 000 Bücher, rd. 900 Zeitschriftentitel, darunter eine größere Anzahl Zeitschriften der Familienverbände, rd. 8000 Akten, über 200 000 Karteikarten, rd. 500 Original‑Leichenpredigten und eine größere Anzahl von genealogischen Nachlässen.
1975 wurde unter der Federführung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände (DAGV) von Hans Neßler und Hartmut Brüggemann der Ahnenlistenumlauf (ALU) gegründet, eine Sammlung von nach vorgegebenem Muster gefertigten Ahnenlisten, die im Abonnement bei interessierten Familienforschern umlaufen. (Versandstelle Hans-Gottfried Knapp, Nassauer Str. 34, 35597 Hünfelden, Tel. 06438-90064.) Kopien der über 900 Ahnenlisten befinden sich im Archiv der Zentralstelle. Die Listen werden nicht ausgeliehen, jedoch Kopien gefertigt. Die Ahnenlisten sind in 19 Bänden mit dem Titel „Ahnenlistenkartei“ im Verlag Degener & Co, Am Brühl 9, 91610 Insingen erschlossen, ebenfalls in der 1. Degener‑CD. Die deutschen Ortssippenbücher (auch Ortsfamilienbücher oder kurz Familienbücher genannt) können bei der Zentralstelle in verschiedenen Reihen (je nach Größe der Bände) vor der Erstellung registriert werden, was den Vorteil hat, daß sie in der Sammlung des Archivs vorhanden und dokumentiert sind. Bis zum Jahresende 2005 waren es rd. 800 Bände. Das geschäftsführende Vorstandsmitglied der Zentralstelle erteilt Familienforschern in aller Welt Auskunft darüber, ob und gegebenenfalls was sich über bestimmte Personen oder Familien im Archiv befindet und gibt Hinweise und Anregungen für weitere Forschungsmöglichkeiten. Das Archiv steht allen Interessenten nach vorheriger Terminabsprache zur Verfügung. Ausleihen sind ausgeschlossen.
Zu den von Herr Dr. Friederichs initiierten Publikationen gehört auch das Genealogische Jahrbuch, das seit 1961 im Verlag Degener & Co. in bisher 44 Bänden erschienen ist.
Die Stiftung erhält keine öffentliche Förderung. Da sich der Berliner Förderverein aufgelöst hat, etabliert sich z. Z. ein neuer Förderkreis, der den Betrieb der Zentralstelle sicherstellen will. Für eine sinnreiche Arbeit mit Computern benötigt die Zentralstelle dringend weitere Zuwendungen und Unterstützung durch ehrenamtlich tätige Helfer.
Der komplette Text ist als PDF-Dokument verfügbar. |
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